In unsrer christlichen Tradition entzünden wir Kerzen, um der Toten zu gedenken. Tausende Teelichter haben wir entzündet, in Erinnerung vor allem an die Menschen, die in diesem Jahr durch Krieg und Terror umgekommenen und ertrunken sind.

Wir entzünden Kerzen aber auch und gerade an Weihnachten, um damit Hoffnung, Freude und Frieden zu symbolisieren.

 

Auftakt

Theateraufführung „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“

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Programm

Geselliges Beisammensein bei Plätzchen und Punsch an verschiedenen weihnachtlich geschmückten Ständen

Blockflötenkonzert | Würstelgrillen | Film Café | Versteigerung von Werkstücken, Bildern, Glücksfahnen, … zugunsten eines Hilfsprojektes

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Besinnung und Wandel

Weihnachtsrede von Herrn Hofmann

Bevor ich mit meiner Weinachtansprache beginne, darf ich mich bei all denjenigen engagierten Studierenden und Kolleginnen/Kollegen bedanken, die heute Abend zu einem stimmungsvollen und würdigen Gelingen dieser Weihnachtsfeier beigetragen haben.

Weihnachten 2015, übermorgen am Donnerstag ist Heiliger Abend. Was bedeutet Weihnachten? Weihnachten ist nach Ostern und Pfingsten eines der drei Hauptfeste der Christenheit. Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Freude und des Friedens.

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Ja, Frieden auf Erden hören und singen wir allemal, vielleicht übermorgen am Heiligen Abend in der Kirche. Wir leben hier in Deutschland in einem christlich geprägten Land. In der bayerischen Verfassung lesen wir als Bildungsauftrag im Artikel 131 die Obersten Bildungsziele, sie beginnen mit Ehrfurcht vor Gott, der Achtung vor religiöser Überzeugung und der Menschenwürde. Letzteres ist auch als Grundrecht in unserem Grundgesetz verankert. Die Würde des Menschen bedeutet auch, in Frieden zu leben. Dies tun wir in Mitteleuropa seit 1945, also seit 70 Jahren.

Doch Friede ist nicht in allen Ländern der Welt gegeben. Dies erleben wir momentan. Zehntausende, Hunderttausende Mensch fliehen, um Frieden zu finden. Sie machen sich auf, verlassen ihre Heimat, nehmen gefährlichste Routen auf sich, wollen vor dem Krieg fliehen. Doch religiös Verbrämte und politisch Indoktrinierte tragen ihren Krieg und ihren Terror weiter in unsere friedliche westliche Welt. Paris mit seinen 130 Toten zeugt davon. Doch noch mehr Tote gibt es auf den Flüchtlingsrouten täglich, stündlich: Tausende Menschen, Alt und Jung, verlieren ihr Leben auf der Flucht vor dem Krieg. Alleine dieses Jahr sind im Mittelmeer über 5000 Menschen ertrunken.

In der Bevölkerung machen sich durchaus auch Unsicherheit und Angst breit über die Vielzahl der Menschen, die zu uns kommen. Gehört es aber nicht zu unserer christlichen Menschenliebe, diese Menschen willkommen zu heißen? Deutschland ist ein reiches Land. Das sehen Sie, wenn Sie mit offenen Augen gerade jetzt vor Weihnachten durch die Geschäfte gehen: Alle Regale biegen sich, voll mit Waren, von den täglichen Grundnahrungsmitteln angefangen, über Kleidung, Schuhe, elektrische und elektronische Gerätschaften, Luxusartikel und andere Dinge, die kein Mensch wirklich braucht. Ich denke, wir in Deutschland können uns die Flüchtlinge leisten. Diese Tatsache stellt natürlich einen Wandel in unserem Leben dar. Doch „Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ lautet ein geflügeltes Wort, Wandel begleitet uns, gestern, heute und morgen. Wir leben in dieser Zeit und wir wandeln uns mit ihr.

In unsrer christlichen Tradition entzünden wir Kerzen, um der Toten zu gedenken. Tausende Teelichter haben wir entzündet, in Erinnerung vor allem an die Menschen, die in diesem Jahr durch Krieg und Terror umgekommenen und ertrunken sind.

Wir entzünden Kerzen aber auch und gerade an Weihnachten, um damit Hoffnung, Freude und Frieden zu symbolisieren.

Verbunden mit dem Wunsch für ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes 2016 für Sie und Ihre Familien möchte ich mit einem Gedicht von Peter Rosegger schließen, einem österreichischen Schriftsteller und Poeten. Man möchte es kaum glauben: Diese Zeilen, obwohl schon über 100 Jahre alt, sind in unserer heutigen Lebenswelt aktueller denn je. Auch in diesen Zeilen ist der Wandel herauszulesen und so schließt sich der Kreis zu unseren Kerzen, die das Wort Wandel bilden.

Ein bisschen mehr Freude und weniger Streit,
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid,
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass,
Ein bisschen mehr Wahrheit - das wäre doch was!

Statt so viel Unrast, ein bisschen mehr Ruh`,
Statt immer nur Ich, ein bisschen mehr Du,
Statt Angst und Hemmung, ein bisschen mehr Mut
Und Kraft zum Handeln - das wäre gut!

Kein Trübsal und Dunkel, ein bisschen mehr Licht,
Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht,
Und viel mehr Blumen, solange es geht,
Und nicht erst auf Gräbern, da blüh`n sie zu spät!

 

 

 

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