Strahlender Sonnenschein, fröhlich in den Himmel wabernde Gesprächsfetzen, ein paar Schatten, geworfen von den im Park lose verstreuten Bäumen, allseits gute Stimmung und ein wunderbar universelles Angebot an grandiosen Bands, die den Wittelsbacher Park beschallen.
Ich bin dieses Jahr direkt am Eröffnungstag des Festivals aus dem Urlaub gekommen und für mich war trotzdem klar, dass ich aufs Modular muss.

Ich freue mich tatsächlich das ganze Jahr auf die drei Tage und frage mich immer wieder, warum. Wahrscheinlich, weil es so erfrischend unaufdringlich ist, so entspannt und stressfrei. Jeder ist willkommen,kann kommen wie er will, jeder kann hier zuhause sein.

 


Es ist, als würde man mit nem bunten, schrill leuchtenden Messer durch den Gesellschaftskuchen schneiden und jede leckere, nach Freiheit und Freigeist schreiende Zuckergussschicht in sich aufsaugen.


Dieses Jahr schien das Lineup für mich noch abwechslungsreicher als es die Jahre vorher schon war. Jeder Geschmack konnte seine Leckerbissen entdecken. Ob man auf Alternative Rock, wie ihn „Odd Couple“ geboten haben, steht oder rotzfrechen, ungeschönten Rap von „SIXTN“ bevorzugt. Egal ob man bei den ruhigen Klängen von „Sweet Lemon“ einfach im Park liegen wollte oder zu Tanznummern von „Moop Mama“ oder „Kakkmaddafakka“ völlig eskalieren und in der Sonne seine Zeit genießen wollte. Auch ein Poetry Slam, der für einige Stunden in die wunderbare Welt der Sprache entführt hat, durfte im Programm nicht fehlen. Jede Frau, jeder Mann jeden Alters, jeder Sprache und jeden Stils, alle waren willkommen und augenscheinlich gern da.

3 Tage Modular heißt für mich völlige Narrenfreiheit, das hat ein Theaterensemble auf der Waldbühne, eine winzige Bühne von Bäumen umringt, sehr gut verdeutlicht. Unter dem Motto „Gute Witze, schlecht erzählt.“ haben sie den Wahnsinn über den Zuschauer hereinbrechen lassen. Sie haben, untermalt von absolut genialer Instrumentalmusik, kleine Sequenzen aufgeführt und uns alle für 30 Minuten in eine andere Welt entführt. Da kann es schon mal passieren, dass der Müllaufsammler auf die Bühne tritt und zum Protagonisten wird.

In dieser überraschenden Vielfalt liegt vielleicht die Antwort auf die Frage, was das Modular zu diesem einzigartigen Festival direkt im Herzen von Augsburg macht.

Der Poet

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